Die Themenbereiche Frauen, Wissenschaft und Forschung betreffen alle unsere Berufsstände direkt und so war uns ein Networkingtreffen direkt mit der höchsten Ansprechpartnerin ein sehr großes Anliegen.
Als wichtige, berufsspezifische Institutionen haben wir und unsere freiberuflichen Kammern große Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und dem Rechtsstaat und nehmen diese als unseren zentralen Auftrag wahr. Umso wichtiger ist daher der kontinuierliche Gedanken- und Informationsaustausch sowie die Zusammenarbeit im Interesse der freien Berufsstände. Mit dem Networking mit allen politischen Interessensvertretern wollen wir auf unsere Kompetenzen und Expertise aufmerksam machen und unsere Mitarbeit anbieten.
Bei dem sehr ausführlichen und inspirierenden Gespräch mit Frau Bundesminister Eva-Maria Holzleitner konnten wir freiberufliche Initiativen präsentieren und auch auf einige Punkte aufmerksam machen, die man seitens der Regierung einfacher und effizienter umsetzen könnte:
- Freie Berufe sind weiblich bzw. werden es, da bei allen Berufsständen der Frauenanteil stetig ansteigt. Vor allem bieten Freie Berufe sehr flexible Modelle in Hinblick auf Karriere, Familie, Versorgungspflichten sowie Möglichkeiten der Entfaltung. Freie Berufe sind somit gute Rolemodels für künftige Generationen.
- Das ist auch auf Funktionärsebene ersichtlich, die kontinuierlich weiblicher wird. Jede unserer Kammern bietet weiters eine Vielzahl an Initiativen in den Bereichen Gleichberechtigung, Diversität und Inklusion.
- Auf wirtschaftlicher Ebene wurde der Weiterbestand der Forschungsförderung angesprochen, welche wesentich zum Wirtschaftsstandort mit exzellenten heimischen Wissenschaftler:innen beiträgt. Damit Start-ups aber Fortbestand haben bzw. nicht Abwandern, braucht es zusätzlich wirksame Konzepte für Finanzierungsmöglichkeiten nach den Gründungen.
- Ein wesentlicher Punkt war auch das Hintanhalten von Eingriffen in die freiberufliche Arbeit. Aktuelles Beispiel hierfür ist die neue Codierung von ärztlichen Leistungen, welche nicht nur zusätzlichen Bürokratieaufwand mit sich bringt, sondern auch noch Zeitressourcen bindet, die man besser für die Versorgung von Patient:innen nützen könnte – abgesehen davon, dass man mit einen veralteten Codierungskatalog arbeiten muss, der die aktuellen medizinischen Standards nicht abdeckt. Als Lösung wurde konkret vorgeschlagen, dass die Sozialversicherungsanstalten diese Codierung problemlos im Zuge der Abrechnungsroutine übernehmen könnten.
Unsere Ideen und Initiativen haben Interesse erzeugt und es wurde ein kontinuierlicher Austausch in Aussicht gestellt.

v.l.n.r.: KAD Mag. Elisabeth Zimmer (Apothekerkammer), BUKO-Präsident Dr. Daniel Alge (Patentanwalt), Vizepräsidentin Mag. pharm. Susanne Ergott-Badawi (Apothekerkammer), KAD Dr. Christian Sonnweber (Notariatskamer), BM Eva-Maria Holzleitner Bsc, Dr. Jutta Adlbrecht gemeinsam mit Präsident Dr. Johannes Steinhart (Ärztekammer) sowie EWSA-Delegierter Baurat h.C. DI Rudolf Kolbe (Ziviltechnikerkammer)


