EU-Beauftragter Baurat h.c. DI Rudolf Kolbe gab im Zuge des #EESC Februar Plenary folgendes Statement zur Ausprache über die nächsten Schritte zu „Affordable Housing“ ab:

„Vom Plan zur Tat“ heißt: Schluss mit Symbolpolitik. Wohnen ist zur Existenzfrage geworden – und wenn Europa hier nicht liefert, verliert es Vertrauen und Zusammenhalt.
Der Europäische Plan für erschwinglichen Wohnraum ist ein begrüßenswerter Anfang. Aber solange Wohnen wie ein Finanzprodukt behandelt wird, laufen Förderungen gegen eine Marktdynamik an. Spekulation, Zweckentfremdung und Leerstand gehören deshalb ins Zentrum. Konkret: Jeder Mitgliedstaat braucht ehestmöglich ein belastbares Leerstands-Monitoring und wirksame Instrumente gegen spekulativen Leerstand.
Leistbarkeit ist zudem nicht nur „mehr Quadratmeter“. Das New European Bauhaus ist der Qualitätsmaßstab: nachhaltig, inklusiv und gut gemacht – damit Projekte akzeptiert werden und die Lebenszykluskosten sinken.
Drei Punkte sind jetzt entscheidend:
- Tempo: Das bedeutet, so rasch als möglich Genehmigungen beschleunigen, aber auch Über-Standardisierung abbauen, damit innovative, gleichwertige Lösungen rechtssicher möglich werden.
- Geld dorthin, wo es wirkt: Das heißt konkret direkt zu Städten, Regionen, Genossenschaften und gemeinnützigen Trägern. Und bei den Vergaben muss vor allem gelten – Qualität statt Billigstpreis mit einem Mix aus Beständigkeit, sozialer Mischung und einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft!
- Schutz vor Verdrängung: Sanierung darf nicht zur „Renoviction“ werden: EU-Mittel nur mit Mieterschutz, fairer Beteiligung – nicht digital exklusiv – und nachweisbarer Senkung von Energiearmut.
Der EWSA hat das in zahlreichen Stellungnahmen bekräftigt.
Jetzt zählen Ergebnisse – spürbar bis zum EU-Wohnungsbaugipfel 2026.


