Mursch-Edlmayr: „Österreich verliert eine mutige Ärztin, engagierte Gesundheitspolitikerin und starke freiberufliche Stimme für Menschlichkeit.“

Die Bundeskonferenz der Freien Berufe Österreichs (BUKO) nimmt mit großer Betroffenheit Abschied von der ehemaligen Bundesministerin für Gesundheit, Familie und Jugend und Ärztin Dr. Andrea Kdolsky, die im Alter von 63 Jahren verstorben ist. „Mit Andrea Kdolsky verliert Österreich eine außergewöhnliche freiberufliche Persönlichkeit, die Medizin, Gesundheitspolitik und gelebte Menschlichkeit auf besondere Weise verbunden hat. Sie war eine leidenschaftliche Ärztin, eine klare und kraftvolle Stimme in der öffentlichen Debatte und eine Frau, die Verantwortung nie gescheut hat. Im Namen der Bundeskonferenz der Freien Berufe und auch persönlich würdigen wir ihr Lebenswerk und ihre Verdienste für die Freien Berufe Österreichs“, so BUKO-Präsidentin und Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr.

Eine engagierte Vertreterin des Gesundheitswesens

Als Fachärztin für Anästhesiologie und Intensivmedizin kannte Andrea Kdolsky die Anliegen der Patientinnen und Patienten ebenso wie die Herausforderungen der Gesundheitsberufe aus unmittelbarer Erfahrung. In ihrer Zeit als Bundesministerin von 2007 bis 2008 und in ihren späteren gesundheitspolitischen Tätigkeiten brachte sie ihre medizinische Expertise, ihren Gestaltungswillen und ihre unverwechselbare Offenheit ein. Damit verkörperte sie zentrale Werte der Freien Berufe: fachliche Unabhängigkeit, persönliche Verantwortung und den konsequenten Dienst am Menschen.

Besonderen Respekt verdient ihr offener Umgang mit ihrer schweren Erkrankung. Mit großer Kraft und Zuversicht machte sie anderen Betroffenen Mut. Bis zuletzt setzte sie ihre Erfahrung und Energie für Menschen mit Krebserkrankungen und deren Angehörige ein. „Andrea Kdolsky hat Spuren hinterlassen – durch ihre fachliche Kompetenz, ihren Mut zur klaren Haltung und vor allem durch ihre Zugewandtheit zu den Menschen. Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt ihrer Familie, ihren Freundinnen und Freunden sowie allen, die ihr nahestanden. Wir werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren“, so Mursch-Edlmayr abschließend.

Wir sprechen den Hinterbliebenen unser tief empfundenes Mitgefühl aus.