Präsident Mag. Dr. Daniel Alge

#Freie Berufe 5.0 – menschlicher, nachhaltiger und widerstandfähiger

In den letzten Jahren galt es, die Tätigkeiten und Systemrelevanz unserer Freien Berufsstände zu definieren und unsere Rolle für die Zivilgesellschaft zu manifestieren (Konzept Freie Berufe 4.0). Nun ist es an der Zeit, dieses Konzept gemeinsam Richtung Zukunft zu denken und noch menschlicher, innovativer, nachhaltiger und widerstandsfähiger zu entwickeln – eben den Weg zu #Freie Berufe 5.0 zu beschreiten.

Innovationen, der technologische Fortschritt und der Einsatz von KI wirken sich jetzt und auch in Zukunft essenziell auf all unsere Lebensbereiche aus. Es wird unsere Aufgabe sein, nicht nur weiterhin bei der Entwicklung von neuen Technologien in unseren Wirkungskreisen (4.0) in verantwortungsvoller Funktion als Vermittler zwischen Staat, Behörden und der Zivilgesellschaft vorne mit dabei zu sein, sondern in diesem Zusammenhang noch konkreter auf das menschliche Wohlergehen zu achten, um durch gemeinsames Auftreten und mit effizienten Innovationen für eine zielführende Nachhaltigkeit sowie verschränkte Resilienz und Vertrauenswürdigkeit zu sorgen.

Mit #Freie Berufe 5.0 rücken wir die Zivilgesellschaft mit dem Faktor Mensch/Tier und seinen Rechten sowie Bedürfnissen bewusst in den Vordergrund. Unsere Zielsetzung ist ein Interessensausgleich zwischen den Herausforderungen als freiberufliche Unternehmer:innen, den neuen Arbeitswelten (Working-Life-Balance), notwendigen (KI)Regulierungen sowie Maßnahmen zum Schutz der Umwelt, ohne dabei auf die bestehenden und künftigen Errungenschaften von 4.0 zu verzichten – natürlich immer mit dem Hauptaugenmerk auf diejenigen, die unsere Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Wir werden dafür auch gezielt den Austausch mit den Generationen X, Y, Z innerhalb unserer Berufsgruppen suchen und bereits vorausschauend für die noch kommenden Generationen an einer resilienten und widerstandsfähigen Zukunft arbeiten.

Für uns bedeutet #Freie Berufe 5.0 grundsätzlich, dass niemand zurückgelassen oder diskriminiert wird. Das muss im Besonderen auch für unsere freien Berufsstände selbst gelten. Wir brauchen daher im politischen und wirtschaftlichen Gefüge eine bessere Einbindung mit dem Anspruch als vollwertiger Partner der Sozialpartnerschaft sowie so schnell als möglich echte und gleichbehandelnde wirtschaftliche Rahmenbedingungen, sodass wir den Bedürfnissen unserer Mandant:innen, Patient:innen, Klient:innen und Mitarbeiter:innen Gehör verschaffen und in angemessener Weise Rechnung tragen können.